Melanie Stracke und Paulin Waldmann siegten

Mo., 16.10.2017

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Damenriege (v.l.): die Vorjahres-Fuchsmajorin Johanna Westholt neben der amtierenden Fuchsmajorin
Melanie Stracke und Ponyfuchsmajorin Paulin Waldmann sowie ihrer Vorgängerin Antonia Karaman Foto: r


Münster-Roxel -
Auch das Wetter spielte mit: Im strahlenden Sonnenschein wurden die Fuchsjagd und der Herbstausritt der Roxeler Reiter zu einem rundum gelungenen Spektakel. Ein Ball am Abend rundete das Geschehen ab.
Die „grüne Saison“ geht zu Ende – und Roxels Reiter leiten die Hallensaison mit Tradition, guter Laune und strahlendem Herbstwetter ein. Der gesamte Samstag stand im Zeichen des sportlichen Wettstreits, zu dem der Reit- und Fahrverein Roxel im Rahmen der jährlichen Fuchsjagd nebst Herbstritt eingeladen hatte. „So viele Kutschen wie dieses Jahr hatten wir lange nicht mehr“, schwärmte der erste Vorsitzende Christian Gäher. Neben neun Kutschen, einem Planwagen und 19 Reitern, die dem Pferdesport frönten, fehlte es auch nicht an unzähligen schaulustigen Radfahrern. Gemeinsame Stopps waren sowohl ein Frühstück, ausgerichtet von Ponyfuchsmajorin Antonia Karaman, als auch ein Satteltrunk in Senden mit dem Reitverein Bösensell sowie eine weitere Stärkung bei traditioneller Erbsen- und Reitersuppe auf Hof Westholt mit Fuchsmajorin Johanna Westholt als Gastgeberin.
Beim traditionellen Wettstreit im Gelände siegten am Nachmittag Melanie Stracke als neue Fuchsmajorin und Paulin Waldmann als Ponyfuchsmajorin.
Um auch abseits vom Sport zusammenzukommen, standen neben sportlichen Leistungen vor allem Tradition und Spaß im Mittelpunkt. „Das war ja nicht schwer bei dem perfekten Herbstwetter“, freute sich Gäher. Fortgeführt wurde das familiäre Zusammensein dann beim Fuchsjagdball im Restaurant Brintrup mit Abendessen, Umtrunk und Tanz bis in die frühen Morgenstunden. Dabei herrschte heitere Stimmung unter dem bunt gemischten Publikum: „Von fünf bis 75 sind heute Abend alle dabei“, hieß es.



Klimke siegt mit Parmenides doppelt

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Gleich doppelten Grund zur Freude bereitete Parmenides seiner
Reiterin Ingrid Klimke, die in Roxel die beiden S-Springen mit dem
Vielseitigkeitspferd gewann. Foto: Marion Fenner

Münster - 

Ingrid Klimke feiert ihre Erfolge in der Regel in der Vielseitigkeit. Beim gut organisierten Turnier des RV Roxel machte sie aber als Springreiterin auf sich aufmerksam und gewann mit Parmenides gleich zwei S-Prüfungen.

Von Marion Fenner

Mut zum Risiko wird belohnt. Ingrid Klimke (RV St. Georg Münster) gab im Stechen im Sattel von Parmenides beim Zwei-Sterne-Springen der schweren Klasse beim Turnier des RV Roxel wirklich alles, drückte aufs Tempo – und gewann. Und das mit knapp fünf Sekunden Vorsprung vor der Zweitplatzierten. Lena Sennekamp (RV Albachten) hatte mit Wolke versucht, Klimke den Sieg noch streitig zu machen. Doch an die vorgelegte Zeit von 40,97 Sekunden kam Sennekamp nicht heran. Sie benötigte 45,46 Sekunden. Die übrigen Teilnehmer im Stechen kassierten Strafpunkte für Abwürfe, sodass sich Sennekamp immerhin noch über Platz zwei freuen konnte. Platz drei im Zwei-Sterne-S-Springen ging an Markus Renzel (RFV Alt Marl) mit Casquero.Die Siegerin strahlte bei dieser Platzierung über das ganze Gesicht. „Mein erster Sieg in einem Zwei-Sterne-Springen“, freute sich die Amazone über den ganz besonderen Erfolg. Zwar hängen in ihrem Trophäenschrank schon olympische Goldmedaillen, die sie in der Vielseitigkeit erritten hat, doch der erste Sieg in dieser Prüfungsklasse war für Klimke ein weiterer Höhepunkt in ihrer langen Karriere. „Mein Pferd hat immer eine hohe Grundschnelligkeit“, erklärte sie nach ihrem Ritt mit Parmenides. Wenn dann noch das nötige Quäntchen Glück dazukommt und alle Stangen liegenbleiben, dann haben die Springspezialisten eben einmal das Nachsehen.

Schon am Tag zuvor hatte sie sich in der Ein-Sterne-Prüfung die Siegerschleife abgeholt – vor Marie Schulze Topphoff vom gastgebenden RV Roxel mit Safira. „Es ist hier ganz gut gelaufen“, erklärte die Reiterin, die noch mehrere Platzierungen mit weiteren Pferden sammelte. Mit Wolterra hatte sie ebenfalls das Stechen im Sonntags-Springen erreicht und landete dort im Endklassement mit einem Abwurf auf Platz sechs. Zudem gewann sie mit Firlefranz unter anderem die Reitpferdeprüfung und wurde mit Weisse Düne Vierte in einer M-Dressur. Jetzt gilt das Hauptaugenmerk wieder den Vielseitigkeitspferden, mit Hale Bob will sie beim CHIO in Aachen einen guten Eindruck hinterlassen und sich für die Europameisterschaften im polnischen Strzegom empfehlen. Und dann gibt es ja auch noch die Dressurpferde Geraldine und Franziskus, mit denen Klimke ebenfalls noch viele Pläne für dieses Jahr hat.Nach ihrem Sieg an der Bösenseller Straße nutzte sie die Chance, sich im Namen aller Reiter beim Veranstalter für das „tolle und gut organisierte Turnier“ zu bedanken. Es sei immer wieder ein Vergnügen, in Roxel zu reiten. Für Klimke in diesem Jahr sogar ein besonderes.

Prominenz im Sattel

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Besonders die hochklassigen Prüfungen auf dem Springplatz sind beim
RV Roxel so beliebt, dass im nächsten Jahr noch mehr Prüfungen der
schweren Klasse stattfinden sollen. Foto: fre



Münster-Roxel - 

630 Reiter auf 1800 Pferden bewiesen am Wochenende ihr Talent im Sattel. Vier Tage lang gab es teils hochklassige Spring- und Dressurwettbewerbe in Roxel zu sehen.

Von Franziska Eickholt


7200 Pferdehufe trommeln über die Sandplätze: Wenn 630 Reiter mit 1800 Pferden in rund 2000 Starts ihr Bestes geben, ist nicht nur auf den Reitplätzen richtig etwas los. Das viertägige Reitturnier des Reitvereins (RV) Roxel lockte auch am Rand der Reitbahnen fast 2000 Gäste auf die Reitanlage an der Bösenseller Straße.

Wo vor drei Wochen beim Fahrturnier des RV noch Kutschen unterwegs waren, stiegen jetzt die Dressur- und Springreiter in den Sattel. „Das Nennergebnis ist überwältigend“, unterstrich der Vereinsvorsitzende Christian Gäher. Allein für einen der Höhepunkte auf dem Hauptplatz, eine Springprüfung der schweren Klasse, hatten sich 150 Reiter angekündigt – darunter auch Vielseitigkeits-Olympiasiegerin Ingrid Klimke. Besonders die Nachwuchsreiter aus der Umgebung wollten sich das nicht entgehen lassen. So nutzten Hunderte die Gelegenheit, die Reitmeisterin live im Sattel zu erleben.

Die vielen Nennungen und das hochklassige Starterfeld sprechen für sich. „Wir können auf ein tolles Team setzen“, betonte Gäher. „Es läuft alles wie von alleine. Dadurch können wir sowohl Reitern als auch Zuschauern ein tolles Rundum-Paket bieten. Von den Bodenverhältnissen bis zur Verpflegung stimmt alles.“

Einzigartig ist beim RV Roxel das Angebot für Freunde der Dressur. Etwas abseits vom Trubel des Springplatzes eröffnet sich das Dressurviereck in grüner Idylle. Zwischen Wiesen und Feldern entsteht auf dem aufwendig geschmückten Prüfungsplatz eine ruhige und entspannte Atmosphäre. Vor allem zu den beiden Prüfungen der schweren Klasse säumten zahlreiche Zuschauer das beinahe idyllische Dressurviereck.

Dass das diesjährige Reitturnier für den Verein ein besonderer Kraftakt war, war kaum zu merken. „Parallel zu den Turniervorbereitungen haben wir unsere Stallungen komplett renoviert. Für unzählige Helfer gab es kaum einen baufreien Tag“, erklärte Gäher.

Trotzdem wollen die Mitglieder weiter zusammenhalten und das Reitturnier im nächsten Jahr noch vergrößern. Gäher machte deutlich: „Es sollen nicht mehr als vier Tage werden, aber aufgrund des großen Interesses überlegen wir, noch mehr hochklassige Prüfungen auszuschreiben.“





"Preis der Besten" Großer Triumpf für Lisa Schulze Topphoff

Reiten: „Preis der Besten“ Großer Triumph für Lisa Schulze Topphoff

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Was für ein Erfolg für Lisa Schulze Topphoff. Die Ponyreiterin des RV Roxel ließ beim „Preis der Besten“ in Warendorf die gesamte Konkurrenz hinter sich und gewann bei dem bedeutenden Nachwuchsturnier die Goldene Schleife. Gut platziert war auch ihre Schwester Marie sowie Zoe Osterhoff.

Von Henner Henning

Zwei Mal drei macht eins. Diese Rechnung geht mathematisch nicht auf, für Lisa Schulze Topphoff (RV Roxel) aber bedeutete diese Formel den Sieg beim „Preis der Besten“ in Warendorf. In den beiden Wertungsprüfungen der Ponyspringreiter belegte sie im Sattel von Mentos Junior jeweils fehlerfrei den dritten Platz, bewies im Stechen gute Nerven und hatte damit in der Gesamtwertung mit 60 Zählern 3,5 Punkte Vorsprung auf Julie Thielen (RFV Losheim) mit Tonlyn Bobby‘s Girl. „Ich hatte vor dem Stechen gar nicht die Gesamtwertung im Kopf, wollte nur eine flüssige, saubere Runde reiten. Mentos ist wie immer toll gesprungen, er hat an allen Tagen super für mich gekämpft, ich bin froh, dieses tolle Pony reiten zu können“, sprach Lisa Schulze Topphoff ihrem Pony ein Lob aus. Es war die fast logische Fortsetzung der Entwicklung, die das Duo in den vergangenen Jahren durchlaufen hatte. 2015 wurden sie Fünfte beim Preis der Besten, 2016 Vierte. „Menti ist schon mit meinen Geschwistern Marie und Philipp beim Preis der Besten dabei gewesen, aber auch für ihn ist es der erste Sieg“, so Lisa Schulze Topphoff. Der Wolbecker Lars Berkemeier, der für den RV Albersloh startet, belegte bei ihrem Sieg mit Luna nach zwei 16. Plätzen Rang 15.

Stark präsentierte sich auch Marie Schulze Topphoff (Roxel) bei den Jungen Reitern. Mit Safira gewann sie das Stechen der zweiten Wertungsprüfung und rückte damit als Gesamt-Achte noch in die Top Ten vor.

Bei dem bedeutendsten nationalen Nachwuchswettbewerb nach der Jugend-DM kletterte Zoe Osterhoff (RV Albachten) mit Chacenny dank eines guten zweiten Springens bei den Junioren noch auf Rang vier. In der ersten Prüfung war sie mit einem halben Zeitfehler noch 17., dann aber drehte sie mit der zehnjährigen Stute eine blitzsaubere Runde und wurde Vierte. Es siegte Beeke Carstensen (RV Obere Arlau) mit Venetzia.

In der Dressur lief es für Maike Mende (RV St. Hubertus Wolbeck) nicht ganz nach ihrem Geschmack. Mit Rothschild wurde sie zunächst mit 69,895 Prozent Siebte, dann rutschte sie nach 68,342 Prozent und Rang 19 ab und wurde Elfte.

Nach einer mäßigen Dressur und Rang 17 zum Auftakt der Junioren-Vielseitigkeit, die in Everswinkel stattfand, arbeitete sich Greta Busacker (RV Roxel) im Ranking nach vorne. Im Gelände blieb sie mit Coco Maurice ohne Strafpunkte, deren vier kassierte sie dann im abschließenden Springen – Platz sieben gesamt.

hitzige Diskussion auf der Jahreshauptversammlung


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Der neue Vorstand der Roxeler Reiter (v.l) wird sich in den kommenden Monaten mit der Planung einer neuen Reithalle beschäftigen: Christian Lienesch, Kathrin Hufelschulte Karl-Heinz Voss, Reinhard Bücker, Oliver Groneick, Christian Gäher, Sophie Pier Eiling, Michael Hufelschulte und Claudia Zölzer.

Münster-Roxel - Die Roxeler Pferdefreunde liebäugeln mit einem Großprojekt: Sie planen den Bau einer zweiten Halle sowie neuer Stallungen mit 20 Boxen. Von Franziska Eickholt Besonders ein Thema sorgte bei der Jahreshauptversammlung des Reit- und Fahrvereins (RFV) Roxel für hitzige Diskussionen: Der Bau einer zweiten Reithalle und neuer Stallungen. Rund 20 Boxen und eine 20 mal 60 Meter große Reitbahn könnten ab 2018 auf dem Vereinsgelände an der Bösenseller Straße entstehen. Um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben, erachtet der Vorstand unter dem Vorsitzenden Christian Gäher diese Modernisierung als unumgänglich. „Viele benachbarte Vereine bieten Reitern und Fahrern bereits derartige Möglichkeiten. Bei uns hingegen wird es besonders in den Wintermonaten häufig eng.“ So fehle aufgrund der regelmäßigen Belegungen durch den Vereinsunterricht vielen Privatreitern in der dunklen Jahreszeit im beruflichen Alltag die Reitmöglichkeit. Zudem seien bei vielen Reitern mittlerweile die Ansprüche in puncto Haltung gestiegen, sodass die bestehenden 24 Boxen veraltet und für viele Pferdebesitzer nicht mehr zufriedenstellend seien. Gäher ist überzeugt: „Durch die Aufwertung der bestehenden Anlage wäre es möglich, die Zukunft des Vereins zu sichern.“ Unter den Mitgliedern stieß diese Idee jedoch nicht nur auf Begeisterung. Kritik hagelte es besonders für das noch unklare Nutzungskonzept des Vereinsgeländes. Ein Vorschlag zur Finanzierung steht zwar bereits im Raum, jedoch ist noch nicht geklärt, ob und in welcher Höhe dem Verein städtische Gelder zugute kommen könnten. Fest steht dennoch, dass der Neubau nur durch die neuen Boxen, die modernsten Ansprüchen genügen sollen, finanziert werden kann. Wie genau sich das mit dem Reitschulbetrieb und den bisherigen Einstallern vereinbaren lässt, steht allerdings noch in den Sternen. Dennoch war man sich schließlich einig, dass die Baumaßnahmen unabhängig von den planerischen Details ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Vereins sind. Somit ist der Startschuss für nähere Verhandlungen und Besprechungen gefallen. Wie der Neubau aussehen soll, wo genau er stehen soll, und wie das Projekt finanziert wird, will der Vorstand in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern in den nächsten Monaten entscheiden. Doch auch für die nahe Zukunft hat sich der RFV Roxel neu aufgestellt. So wurde nach zwölf Jahren der zweite Vorsitzende Manfred Schlattmann verabschiedet. Sein Amt übernimmt ab sofort Michael Hufelschulte. Neu im Vorstand sind zudem Schriftführerin Sophie Pier Eiling und Beisitzer Christian Lienesch. Bereits am Wochenende war Jugendwartin Claudia Zölzer bei der Jugendsitzung im Amt bestätigt worden. Mit dieser Formation konzentriert sich der Verein nun auf die Reit- und Fahrturniere in diesem Jahr. Höhepunkte sind die NRW-Meisterschaften im Fahren im Juni und das große Reit- und Springturnier im Juli.