Geschenkpaket für Heinz Voß

Münster-Roxel -

Nach 33 Jahren haben die Roxeler Reiter ihren Kassierer verabschiedet. Seine Nachfolge hat Kathrin Hufelschulte übernommen. Von Reinhold Kringel Dienstag, 13.03.2018, 19:03 Uhr

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Nach dem Ausscheiden von Karl-Heinz Voß (2.v.l.) aus dem Vorstand rücken drei junge Frauen (v.l.) nach: Sabine Kliesch als Beisitzerin, Kathrin Hufelschulte als Kassiererin und Anna Westholt als Kassenprüferin. Christian Gäher (l.) freut sich über die Verstärkung. Foto: rkr Nach dem Ausscheiden von Karl-Heinz Voß (2.v.l.) aus dem Vorstand rücken drei junge Frauen (v.l.) nach: Sabine Kliesch als Beisitzerin, Kathrin Hufelschulte als Kassiererin und Anna Westholt als Kassenprüferin. Christian Gäher (l.) freut sich über die Verstärkung. Foto: rkr

Karl-Heinz Voß wurde auf der Jahreshauptversammlung des Reit- und Fahrverein Roxel aus seinem Amt als Kassierer verabschiedet. 33 Jahre lang hatte er die Bücher geführt und die Finanzen in Ordnung gehalten. Christian Gäher dankte ihm als Vorsitzender und übergab ein Geschenkpaket. Dann kam aus der Versammlung der Vorschlag, ihn zum Ehrenmitglied zu ernennen, was einstimmig beschlossen wurde.

Die Nachfolge des langjährigen Kassierers tritt Kathrin Hufelschulte an. Sie wurde zur neuen Kassiererin gewählt. Prof. Sabine Kliesch wurde neue Beisitzerin und Anna Westholt Kassenprüferin.

Die Mitgliedsbeiträge wurden wie folgt beschlossen: 54 Euro für Kinder und Jugendliche als Jahresbeitrag, 92 Euro für Erwachsene und 184 Euro für Familien. Ab einem Lebensalter von 70 Jahren kann man sich vom Beitrag befreien lassen.

Der Vorsitzende berichtete vom aktuellen Stand des geplanten Reithallen-Neubaus. Der Bauantrag soll schon bald gestellt werden. Von der Stadt wird ein Zuschuss erhofft. „Die Planungssicherheit liegt bei 50 Prozent“, sagte Christian Gäher. Er sei ein Optimist: „Ich denke, wir bekommen den Zuschuss, aber wir können keine ernsthaften Verhandlungen führen, bevor der Zuschuss nicht sicher ist.“

Der Baubeginn könne frühestens Ende 2018 erfolgen, führte er aus. Zudem könne man nicht vorhersehen, ob eventuell noch Probleme gelöst werden müssten.

Beim jüngsten Arbeitseinsatz des Vereins habe ein Drittel der 356 Mitglieder mitgearbeitet, was ein tolles Ergebnis sei, hieß es.











Mo., 04.12.2017

Reiten: Junior-Cup der TG Baumberge Paulin Josephine Waldmann verteidigt Titel beim RV Appelhülsen erfolgreich

 Finale JuniorCup 2017 Hier geht es zur Fotostrecke der WN

Appelhülsen - 

Die Reiterin, die am Sonntag bei der Siegerehrung des Junior-Cups der TG Baumberge am Ende ganz vorne stand, war eine alte Bekannte: Paulin Josephine Waldmann vom RFV Roxel hatte schon im Vorjahr diesen Wettbewerb gewonnen.

Von Brigitte Arends


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Paulin Josephine Waldmann vom RFV Roxel legte im Finale des Junior-Cups der TG Baumberge eine wahre Meister­leistung hin: Zwölf Punkte hatte die gerade erst 13 Jahre alte Schülerin im Sommer bei den acht Qualifikationsturnieren gesammelt und fuhr mit einem Zähler Vorsprung auf die Zweite Uma Helena Kroker vom ZRFV Bösensell zum Dezemberturnier des RV Appelhülsen. Am Sonntag stellte die Roxelerin einmal mehr ihr Können unter Beweis und sicherte sich den Tagessieg. Mit der Maximalausbeute von 24 Punkten bedeutete das zugleich den Gesamtsieg in dieser Turnierserie für Nachwuchsreiter. Damit gelang ihr das Kunststück, ihren im Vorjahr errungenen Titel zu verteidigen. Fotostrecke: Der Sonntag bei den Appelhülsener Dressurtagen 2017

Die Richter lobten Paulin Josephine in der Dressur und hoben den ausbalancierten Sitz hervor. Den Ritt mit ihrem Pony Millie Vanillie bewerteten sie mit der Wertnote 8,5. Auch den Stilspringwettbewerb meisterte die junge Amazone des RFV Roxel bestens. Dank einer 8,4 kam sie in der Schlussrechnung auf eine Wertung von 16,9. Das bedeutete den Sieg mit einigem Vorsprung.

Die 13-Jährige strahlte ob ihrer Platzierung und beglückwünschte Nele Mertens, die Weper gesattelt hatte, zu Rang zwei. Die Reiterin des RFV Havixbeck-Hohenholte kam insgesamt auf eine Wertnote von 15,9. Schnell nahmen die beiden Mädchen dann auch noch ihre Mitstreiterin Uma Helena Kroker in die Arme, die Silber knapp verpasste: Aufgrund der niedrigeren Dressurnote belegte sie auf Kolvenfeld´s Viola d´Amore mit der Wertnote 15,7 den dritten Rang.

Da sich alle Reiterinnen durch die Teilnahme an den Qualifikationen mittlerweile gut kennen, teilten sie ihre Freude. Dies hob auch Christoph Bonmann in seinem Grußwort an die Reiterinnen und Gäste hervor. „Das Miteinander unter den Reitern wird durch diesen Wettbewerb gestärkt und es wurden Freundschaften geschlossen“, sagte der 1. Vorsitzende des RV Appelhülsen.

Einen großen Dank richtete er anschließend an Bernd Ahlbrand für das immerwährende Sponsoring des Junior-Cups, der die Vielseitigkeit der jungen Nachwuchsreiter fördert. Und Ahlbrand versprach: „Meine Familie, meine Frau und ich werden diese Turnierserie weiter mit einem Sponsoring begleiten.“ Auch Nottulns Bürgermeisterin Manuela Mahnke, die an diesem Nachmittag mit Tochter und Enkelkind das Turnier besuchte, gratulierte den jungen Amazonen ganz herzlich, die kurz danach zu einer temperamentvollen Ehrenrunde aufbrachen. Den schönen Rahmen bildeten viele Zuschauer, die ihre Reiterinnen mit großem Applaus belohnten.

Später strömten weitere Reitinteressierte in die Halle, um der Dressurprüfung Klasse S*** beizuwohnen. Diese Prüfung gewann Ingrid Klimke (siehe weiteren Bericht). Zwischendurch nahm sich die sympathische Reitmeisterin Zeit und schrieb Autogramme. Christoph Bonman freute sich derweil über das volle Haus am Nachmittag. Seine Resonanz für dieses Jahr fiel ohnehin positiv aus, obwohl aufgrund der Wetterlage mancher Reiter auf den Start verzichtet hatte.



 

Mo., 16.10.2017

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Damenriege (v.l.): die Vorjahres-Fuchsmajorin Johanna Westholt neben der amtierenden Fuchsmajorin
Melanie Stracke und Ponyfuchsmajorin Paulin Waldmann sowie ihrer Vorgängerin Antonia Karaman Foto: r


Münster-Roxel -
Auch das Wetter spielte mit: Im strahlenden Sonnenschein wurden die Fuchsjagd und der Herbstausritt der Roxeler Reiter zu einem rundum gelungenen Spektakel. Ein Ball am Abend rundete das Geschehen ab.
Die „grüne Saison“ geht zu Ende – und Roxels Reiter leiten die Hallensaison mit Tradition, guter Laune und strahlendem Herbstwetter ein. Der gesamte Samstag stand im Zeichen des sportlichen Wettstreits, zu dem der Reit- und Fahrverein Roxel im Rahmen der jährlichen Fuchsjagd nebst Herbstritt eingeladen hatte. „So viele Kutschen wie dieses Jahr hatten wir lange nicht mehr“, schwärmte der erste Vorsitzende Christian Gäher. Neben neun Kutschen, einem Planwagen und 19 Reitern, die dem Pferdesport frönten, fehlte es auch nicht an unzähligen schaulustigen Radfahrern. Gemeinsame Stopps waren sowohl ein Frühstück, ausgerichtet von Ponyfuchsmajorin Antonia Karaman, als auch ein Satteltrunk in Senden mit dem Reitverein Bösensell sowie eine weitere Stärkung bei traditioneller Erbsen- und Reitersuppe auf Hof Westholt mit Fuchsmajorin Johanna Westholt als Gastgeberin.
Beim traditionellen Wettstreit im Gelände siegten am Nachmittag Melanie Stracke als neue Fuchsmajorin und Paulin Waldmann als Ponyfuchsmajorin.
Um auch abseits vom Sport zusammenzukommen, standen neben sportlichen Leistungen vor allem Tradition und Spaß im Mittelpunkt. „Das war ja nicht schwer bei dem perfekten Herbstwetter“, freute sich Gäher. Fortgeführt wurde das familiäre Zusammensein dann beim Fuchsjagdball im Restaurant Brintrup mit Abendessen, Umtrunk und Tanz bis in die frühen Morgenstunden. Dabei herrschte heitere Stimmung unter dem bunt gemischten Publikum: „Von fünf bis 75 sind heute Abend alle dabei“, hieß es.



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Gleich doppelten Grund zur Freude bereitete Parmenides seiner
Reiterin Ingrid Klimke, die in Roxel die beiden S-Springen mit dem
Vielseitigkeitspferd gewann. Foto: Marion Fenner

Münster - 

Ingrid Klimke feiert ihre Erfolge in der Regel in der Vielseitigkeit. Beim gut organisierten Turnier des RV Roxel machte sie aber als Springreiterin auf sich aufmerksam und gewann mit Parmenides gleich zwei S-Prüfungen.

Von Marion Fenner

Mut zum Risiko wird belohnt. Ingrid Klimke (RV St. Georg Münster) gab im Stechen im Sattel von Parmenides beim Zwei-Sterne-Springen der schweren Klasse beim Turnier des RV Roxel wirklich alles, drückte aufs Tempo – und gewann. Und das mit knapp fünf Sekunden Vorsprung vor der Zweitplatzierten. Lena Sennekamp (RV Albachten) hatte mit Wolke versucht, Klimke den Sieg noch streitig zu machen. Doch an die vorgelegte Zeit von 40,97 Sekunden kam Sennekamp nicht heran. Sie benötigte 45,46 Sekunden. Die übrigen Teilnehmer im Stechen kassierten Strafpunkte für Abwürfe, sodass sich Sennekamp immerhin noch über Platz zwei freuen konnte. Platz drei im Zwei-Sterne-S-Springen ging an Markus Renzel (RFV Alt Marl) mit Casquero.Die Siegerin strahlte bei dieser Platzierung über das ganze Gesicht. „Mein erster Sieg in einem Zwei-Sterne-Springen“, freute sich die Amazone über den ganz besonderen Erfolg. Zwar hängen in ihrem Trophäenschrank schon olympische Goldmedaillen, die sie in der Vielseitigkeit erritten hat, doch der erste Sieg in dieser Prüfungsklasse war für Klimke ein weiterer Höhepunkt in ihrer langen Karriere. „Mein Pferd hat immer eine hohe Grundschnelligkeit“, erklärte sie nach ihrem Ritt mit Parmenides. Wenn dann noch das nötige Quäntchen Glück dazukommt und alle Stangen liegenbleiben, dann haben die Springspezialisten eben einmal das Nachsehen.

Schon am Tag zuvor hatte sie sich in der Ein-Sterne-Prüfung die Siegerschleife abgeholt – vor Marie Schulze Topphoff vom gastgebenden RV Roxel mit Safira. „Es ist hier ganz gut gelaufen“, erklärte die Reiterin, die noch mehrere Platzierungen mit weiteren Pferden sammelte. Mit Wolterra hatte sie ebenfalls das Stechen im Sonntags-Springen erreicht und landete dort im Endklassement mit einem Abwurf auf Platz sechs. Zudem gewann sie mit Firlefranz unter anderem die Reitpferdeprüfung und wurde mit Weisse Düne Vierte in einer M-Dressur. Jetzt gilt das Hauptaugenmerk wieder den Vielseitigkeitspferden, mit Hale Bob will sie beim CHIO in Aachen einen guten Eindruck hinterlassen und sich für die Europameisterschaften im polnischen Strzegom empfehlen. Und dann gibt es ja auch noch die Dressurpferde Geraldine und Franziskus, mit denen Klimke ebenfalls noch viele Pläne für dieses Jahr hat.Nach ihrem Sieg an der Bösenseller Straße nutzte sie die Chance, sich im Namen aller Reiter beim Veranstalter für das „tolle und gut organisierte Turnier“ zu bedanken. Es sei immer wieder ein Vergnügen, in Roxel zu reiten. Für Klimke in diesem Jahr sogar ein besonderes.
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Besonders die hochklassigen Prüfungen auf dem Springplatz sind beim
RV Roxel so beliebt, dass im nächsten Jahr noch mehr Prüfungen der
schweren Klasse stattfinden sollen. Foto: fre



Münster-Roxel - 

630 Reiter auf 1800 Pferden bewiesen am Wochenende ihr Talent im Sattel. Vier Tage lang gab es teils hochklassige Spring- und Dressurwettbewerbe in Roxel zu sehen.

Von Franziska Eickholt


7200 Pferdehufe trommeln über die Sandplätze: Wenn 630 Reiter mit 1800 Pferden in rund 2000 Starts ihr Bestes geben, ist nicht nur auf den Reitplätzen richtig etwas los. Das viertägige Reitturnier des Reitvereins (RV) Roxel lockte auch am Rand der Reitbahnen fast 2000 Gäste auf die Reitanlage an der Bösenseller Straße.

Wo vor drei Wochen beim Fahrturnier des RV noch Kutschen unterwegs waren, stiegen jetzt die Dressur- und Springreiter in den Sattel. „Das Nennergebnis ist überwältigend“, unterstrich der Vereinsvorsitzende Christian Gäher. Allein für einen der Höhepunkte auf dem Hauptplatz, eine Springprüfung der schweren Klasse, hatten sich 150 Reiter angekündigt – darunter auch Vielseitigkeits-Olympiasiegerin Ingrid Klimke. Besonders die Nachwuchsreiter aus der Umgebung wollten sich das nicht entgehen lassen. So nutzten Hunderte die Gelegenheit, die Reitmeisterin live im Sattel zu erleben.

Die vielen Nennungen und das hochklassige Starterfeld sprechen für sich. „Wir können auf ein tolles Team setzen“, betonte Gäher. „Es läuft alles wie von alleine. Dadurch können wir sowohl Reitern als auch Zuschauern ein tolles Rundum-Paket bieten. Von den Bodenverhältnissen bis zur Verpflegung stimmt alles.“

Einzigartig ist beim RV Roxel das Angebot für Freunde der Dressur. Etwas abseits vom Trubel des Springplatzes eröffnet sich das Dressurviereck in grüner Idylle. Zwischen Wiesen und Feldern entsteht auf dem aufwendig geschmückten Prüfungsplatz eine ruhige und entspannte Atmosphäre. Vor allem zu den beiden Prüfungen der schweren Klasse säumten zahlreiche Zuschauer das beinahe idyllische Dressurviereck.

Dass das diesjährige Reitturnier für den Verein ein besonderer Kraftakt war, war kaum zu merken. „Parallel zu den Turniervorbereitungen haben wir unsere Stallungen komplett renoviert. Für unzählige Helfer gab es kaum einen baufreien Tag“, erklärte Gäher.

Trotzdem wollen die Mitglieder weiter zusammenhalten und das Reitturnier im nächsten Jahr noch vergrößern. Gäher machte deutlich: „Es sollen nicht mehr als vier Tage werden, aber aufgrund des großen Interesses überlegen wir, noch mehr hochklassige Prüfungen auszuschreiben.“