15.07.2010
von Uta Helkenberg
Jardy/FRA (fn-press). Bei den Europameisterschaften der Nachwuchsspringreiter in Jardy bei Paris hat die deutsche Children-Equipe knapp eine Medaille verpasst. Mit einem Endstand von acht Strafpunkten landete die Mannschaft von Bundestrainer Lars Meyer zu Bexten (Herford) auf Platz vier. Die Goldmedaille ging an das Team aus Großbritannien, das den Nationenpreis ohne Strafpunkte beendete. Die Silbermedaille durfte die italienische Equipe mit vier Strafpunkten im Empfang nehmen, die Iren holten mit fünf Strafpunkten Bronze.
Für Deutschland gingen Simon Widmann (Markt Schwaben) mit Una Roza (8 Strafpunkte im ersten und vier im zweiten Umlauf), Marie Schulze Tophoff (Havixbeck) mit Prescot (0/8) und Frederike Staack (Lasbek) mit Calippo-Star (0/4) an den Start. Das beste Ergebnis für das Team erzielte Celine Schradick (Oldendorf) mit Contento, die sich mit zwei Nullrunden auch eine gute Ausgangsbasis für das Finale um den Einzel-Titel verschaffen konnte. In der ersten Wertungsprüfung am Mittwoch waren alle fünf deutschen Paare fehlerfrei geblieben. So auch Laura Strehmel (Neustadt-Dosse) mit Letkiss, die heute als Einzelreiterin startete und im ersten Umlauf fehlerfrei blieb und acht Strafpunkte im zweiten Umlauf kassierte. Rund sechs Stunden sollte der Kampf um die Mannschaftsmedaillen der Children dauern, am Ende wurden fast neun Stunden daraus, bis alle 23 Nationen ihre Reiter ins Rennen geschickt hatten. Der ursprünglich im Anschluss angesetzte Nationenpreis der Junioren wurde daher auf Freitagnachmittag verschoben. Zuerst ermitteln am Freitag aber ab 7.30 Uhr die Jungen Reiter ihre Mannschaftsmeister.
Bereits am Mittwoch war es zu Änderungen des ursprünglichen Zeitplans gekommen. Wegen starken Unwetters wurde die für den Abend angesetzte erste Wertungsprüfung der Jungen Reiter auf den frühen Donnerstagmorgen verschoben. Bereits ab 7 Uhr mussten die Teilnehmer heute in den Parcours. Das beste deutsche Ergebnis erzielte die Deutsche Meisterin und Preis-der-Besten-Siegerin Katrin Eckermann (Kranenburg) mit Carlson. Sie blieb ohne Fehler und war nur 3,44 Sekunden langsamer als die Siegerin Christina Buti Lopez aus Spanien mit Matyss de L'Aubree, die den Kurs ohne Abwurf in 77,23 Sekunden bewältigte. Eckermann wurde Achte. Etwas schneller als seine Kollegin war Lars Grafmüller (Rheine) mit Induction (79,89). Allerdings musste er sich für einen Abwurf vier Strafpunkte hinzuaddieren lassen und damit auch Andreas Kreuzer (Marienheide) mit Jumex Sport Atlantus (83,36/Platz 13) den Vortritt lassen. Grafmüller landete auf Platz 17, nur einen Platz vor Patrick Stühlmeyer (Osnabrück), der mit Rubin-Ascot einen weiteren fehlerfreien Ritt vorlegte (84,44/Platz 18). Drei Abwürfe gingen auf das Konto von Wolfgang Puschak (Bonstetten/BAY) mit Umare. Der Bayer war kurzfristig für André Schröder (Heidmühlen) nachgerückt, der wegen Nichteinhaltens von Kadervereinbarungen (Führung Stallbuch) zu Hause bleiben musste. Als Mannschaftsreiter für das deutsche Team wurden Eckermann, Kreuzer, Grafmüller und Stühlmeyer nominiert. Ingesamt bewerben sich 73 Springreiter aus 20 Nationen in dieser Altersklasse um die Titel in der Mannschafts- und Einzelwertung.
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